Agava parrasana

Agava parrasana © BGUW_Stampf

Standort im Garten: Sukkulentengruppe

Diese wunderschöne kleinere Agave aus dem mexikanischen Staat Coahuila wächst in den Bergen auf felsigen und steilen Nordhängen in Höhenlagen bis zu 2.400 m. Sie wurde 1907 von dem Thüringer Botaniker und späteren Gartendirektor des Botanischen Gartens in La Mortola (Italien) beschrieben. Berger beschäftigte sich mit verschiedenen Sukkulenten (Stapelia, Kleinia, Portulacaceae usw.) intensiv und veröffentlichte 1915 das Werk "Die Agaven". Die gelb blühende Mittagsblumengattung Bergeranthus und der Kaktus Bergerocactus sind nach ihm benannt.

Ein blühendes und ein nicht blühendes Exemplar von Agava parrasana stehen vor dem Kakteengewächshaus in einem Topf. Die Pflanzen sind weit über 15 Jahre alt. Das blühende Exemplar begann im letzten Jahr im Spätsommer den Blütenstiel zu treiben. Rechtzeitig wurde sie ins Gewächshaus verbracht, um die Blüte weiter zu entwickeln, aber dies misslang. Der Blütenstand blieb stecken. Den ganzen Winter und auch den Sommer in diesem Jahr wurde die gesunde schöne Pflanze mit dem imposanten speerartigen Blütenstandsschaft weiter kultiviert. Nun im Spätsommer des Folgejahres haben das Wachstum und die Entwicklung wieder eingesetzt und es hat sich ein imposanter skurriler Blütenstand entwickelt. Nach der Blüte wird die Mutterpflanze sterben, also im nächsten Jahr nicht mehr zu besichtigen sein.

Gleich neben an blüht mit weißen glockenartigen Blüten in Kürze eine panaschierte Form der Kerzen-Palmlilie (Yucca gloriosa), die in den Trockengebieten der südöstlichen USA beheimatet ist. Dies ist eine gute Gelegenheit die sehr unterschiedlichen Blüten der beiden Gattungen zu vergleichen. Die Palmlilie wird auch nach der Blüte nicht sterben, sondern sich verzweigen und weiter wachsen.

Infoblätter zu dieser Pflanze